Der freiberufliche Kölner Fotograf Andreas Mesli dokumentiert seit 2018 die zahlreichen Funde von diversen Grabungen in Tell el-Amarna. Der Fokus liegt dabei auf tausenden Steinfragmenten aus dem Großen Aton-Tempel.
Zusätzlich fotografierte er im Zuge eines Förderprojektes des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen eine Auswahl der durchgängig seit der Amarna-Zeit kultivierten Pflanzen als Referenzobjekte für ihre antiken Verwandten. Dies ermöglicht den Archäobotanikern eine genauere Bestimmung der zum Teil nur sehr fragmentarisch erhaltenen botanischen Überreste der antiken Stadt.
Des Weiteren fertigte er Makroaufnahmen einer großen Anzahl von Federn an, die aus Pfostenlöchern und einer flachen Grube nahe der Opferstele im hinteren Bereich des Großen Aton-Tempels stammen und wie durch ein Wunder fast 3400 Jahre überlebten. Diese sollen der zukünftigen Bestimmung der im antiken Achet-Aton vorkommenden (und im Tempel geopferten) Vogelspezies zugute kommen.